AMLR · Steuerberater · Stufe 1 von 5
AMLR für Steuerberater: Einführung
AMLR-Grundlagen für die deutsche Steuerkanzlei
Du verstehst, wie die AMLR-Schulung an die heutige deutsche Mandantenprüfung anschließt, und kannst die wichtigsten Beteiligten und Informationsquellen einer Steuerkanzlei zuordnen.
🇩🇪 Schulungsangebot für Deutschland
- Geplante Schulungszeit
- 3 Zeitstunden
- Zusatzprüfung
- Freiwillig · geplant +30 Minuten
- Nach Teilnahme
- Teilnahmezertifikat & Teilnahmebadge
Unverbindliche Anfrage an Timo Winkelbach. Die Zusatzprüfung wählst du nur auf Wunsch hinzu.
Passt diese Stufe zu dir?
Für wen ist die Schulung gedacht?
Steuerberater, Steuerfachangestellte und neue Mitarbeiter, die den europäischen Prüfungsrahmen kennenlernen möchten.
Was solltest du mitbringen?
Keine AMLR-Vorkenntnisse erforderlich; typische Abläufe der Mandatsaufnahme sollten dir vertraut sein.
Dein konkreter Mehrwert
Du erkennst, welche vorhandenen Mandantendaten für eine Geldwäscheprüfung hilfreich sind und welche Fragen damit noch nicht beantwortet werden. Das erleichtert den Einstieg in die Umstellung und verbessert die Zusammenarbeit zwischen Steuerberater, Sachbearbeiter und Mandant.
Einführung · Bekannte Mandantenarbeit im neuen Regelungsrahmen
Das bearbeitest du in dieser Schulung.
Den Übergang verständlich einordnen
Du ordnest das deutsche GwG und die AMLR auf einer Zeitleiste ein. Der allgemeine Geltungsbeginn am 10. Juli 2027 wird vom Inkrafttreten unterschieden. Damit wird deutlich, welche Regeln heute geprüft und welche Abläufe für später vorbereitet werden.
Mandant, Ansprechpartner und Eigentümer unterscheiden
Du arbeitest mit einer neu übernommenen Unternehmensgruppe. Für jede Gesellschaft werden Mandatsumfang, handelnder Ansprechpartner und Eigentümerangaben getrennt erfasst. Du prüfst, welche Information aus einem Steuerformular stammt und welche Aussage sie für die Geldwäscheprüfung tatsächlich trägt.
Steuerunterlagen als Ausgangspunkt nutzen
Du sichtest Stammdaten, Eröffnungsbilanz und eine kurze Geschäftsmodellbeschreibung. Daraus entwickelst du einen Fallsteckbrief und verständliche Rückfragen. Die Übung zeigt, weshalb vorhandene Buchhaltungsdaten die persönliche und wirtschaftliche Einordnung des Mandanten unterstützen, aber nicht automatisch abschließen.
Deine Lernziele
- Den künftigen AMLR-Maßstab vom heutigen Prüfungsstand trennen.
- Jedes Mandat der zutreffenden Gesellschaft zuordnen.
- Ansprechpartner, Vertreter und Eigentümer auseinanderhalten.
- Vorhandene Unterlagen durch gezielte Rückfragen ergänzen.
Vom Wissen zur begründeten Falllösung.
Fiktiver Übungsfall · Steuerberater
Drei Gesellschaften, ein gemeinsamer Ansprechpartner
Ein Unternehmer möchte die Buchführung mehrerer Gesellschaften übertragen. Er benutzt im Gespräch einen gemeinsamen Markennamen und legt nur für eine Gesellschaft aktuelle Unterlagen vor. Du klärst, welche Einheiten betreut werden sollen und wer für sie handelt.
Im Mittelpunkt: Mandatsabgrenzung und nachvollziehbare Nutzung vorhandener Steuerdaten.
Deine Übung
Du übernimmst drei kurze Mandantenanfragen in die Schulungssoftware. Erstelle für jede Anfrage eine Beteiligtenübersicht und begründe, welche vorhandenen Dokumente du nutzen kannst und welche Angaben noch einzuholen sind.
Dein Arbeitsergebnis und Teilnahmenachweis
Ein strukturierter Mandantensteckbrief mit dokumentierter Datengrundlage und einer kurzen Liste offener Fragen.
Der Bezug zu deinem Arbeitsalltag
Du kannst neue Mandanten verständlicher durch die Aufnahme führen und Rückfragen gezielt vorbereiten. Kollegen erhalten eine klarere Übergabe, weil Aussagen aus Steuerunterlagen und ungeprüfte Mandantenangaben erkennbar getrennt bleiben.
Geplant: 3 Zeitstunden Schulung. Mit Raum für die Anwendung.
Die geplante reine Schulungszeit beträgt 180 Minuten. Sie umfasst Wissensvermittlung, Anwendung am Übungsfall und gemeinsame Auswertung. Pausen kommen hinzu. Die Angaben sind Planungswerte; den konkreten Ablauf stimmen wir vor der Schulung ab.
- Wissen & Einordnung
- 75 Minuten
- Übung & Anwendung
- 90 Minuten
- Auswertung & Transfer
- 15 Minuten
Wenn du die freiwillige Zusatzprüfung wählst, kommen 30 Minuten hinzu. Die geplante Gesamtzeit mit Prüfung beträgt dann 3,5 Zeitstunden, zuzüglich Pausen.
Du entscheidest, ob du zusätzlich eine Prüfung ablegst.
Die Schulung ist auch ohne zusätzliche Abschlussprüfung möglich. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein Teilnahmezertifikat und einen Teilnahmebadge. Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an der freiwilligen Zusatzprüfung voraus.
Prüfungsformat
Optionale Leistungsprüfung: Wissenstest und kurze Zuordnungsaufgabe.
Deine Prüfungsaufgabe
Ordne einen neuen Mandantenfall ein und erläutere deine ersten Rückfragen. Die anschließende Auswertung behandelt typische Verwechslungen zwischen Unternehmensgruppe, einzelner Gesellschaft und Ansprechpartner.
Darauf kommt es bei der Bewertung an
- Prüfungsstand richtig eingeordnet
- Mandate getrennt erfasst
- Rückfragen sinnvoll begründet
Dokumentation der Prüfungsleistung
Nach absolvierter Schulung erhältst du Teilnahmezertifikat und Teilnahmebadge der Stufe 1. Eine bestandene optionale Leistungsprüfung wird zusätzlich durch einen Prüfungsnachweis bestätigt.
Schulung mit Zusatzprüfung anfragenTeilnahme und Prüfungsleistung bleiben erkennbar.
Der persönliche Nachweis benennt ausdrücklich, ob die Teilnahme oder eine bestandene freiwillige Zusatzprüfung bestätigt wird. Die Badge-Grafik zeigt die Branche und Lernstufe; sie ist für sich allein kein Leistungsnachweis.
Informationen zur Zertifikat- und Badge-Prüfung →Rechtsgrundlagen und Fachquellen zu dieser Stufe
Die Schulung arbeitet mit den folgenden Quellen. Sie helfen dabei, die Entscheidungen im Übungsfall anhand der jeweils einschlägigen Regelung zu begründen.
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Inkrafttreten und Anwendung – Art. 90; zur Einordnung Erwägungsgründe 1 bis 4
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Steuerberater und steuerliche Unterstützung – Art. 3 Nr. 3 Buchst. a
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Anlässe und Inhalt der Sorgfaltsprüfung gegenüber Kunden – Art. 19 Abs. 1; Art. 20 Abs. 1, 2 und 4
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Zweck und angestrebte Art einer Geschäftsbeziehung – Art. 25 Buchst. a bis e
- GwG – Verpflichtete: Steuerberater – § 2 Abs. 1 Nr. 12 GwG
Interesse an AMLR für Steuerberater: Einführung?
Dein Ansprechpartner für die Schulungsanfrage ist Timo Winkelbach. Du erreichst ihn per E-Mail an info@eu-aml.com oder über das vorausgefüllte Anfrageformular.
Schulungsanfrage vorbereitenReihe, Branche und Stufe werden übernommen. Die Anfrage ist unverbindlich.