GwG · Banken · Stufe 5 von 5
GwG für Banken: Komplexe Fallprüfung
Komplexe Fallprüfung: Mehrdeutige Zahlungsstrukturen würdigen
Du untersuchst einen komplexen Bankfall mit verschachtelten Beteiligungen, grenzüberschreitenden Zahlungen und widersprüchlichen Erklärungen. Dabei entwickelst du konkurrierende Bewertungen, prüfst ihre Tatsachenbasis und begründest die Grenzen der vorhandenen Erkenntnisse.
🇩🇪 Schulungsangebot für Deutschland
- Geplante Schulungszeit
- 5 Zeitstunden
- Zusatzprüfung
- Freiwillig · geplant +60 Minuten
- Nach Teilnahme
- Teilnahmezertifikat & Teilnahmebadge
Unverbindliche Anfrage an Timo Winkelbach. Die Zusatzprüfung wählst du nur auf Wunsch hinzu.
Passt diese Stufe zu dir?
Für wen ist die Schulung gedacht?
Für erfahrene Compliance-Prüfer, Geldwäschebeauftragte und Verantwortliche für komplexe Kunden- und Transaktionsfälle.
Was solltest du mitbringen?
Vertiefte Kenntnisse und Erfahrung mit vollständigen Bankfällen; Praxisstufe oder vergleichbarer Kenntnisstand.
Dein konkreter Mehrwert
Du lernst, umfangreiche Hinweisbestände auf entscheidungserhebliche Fragen zu verdichten. Deine Stellungnahme macht sichtbar, welche Geschäftslogik belegt ist, welche Erklärung nur behauptet wird und welche weitere Klärung für eine fachliche Entscheidung erforderlich bleibt.
Geschäftliche Erklärungen, Belege und Gegenargumente abwägen
Das bearbeitest du in dieser Schulung.
Zahlungs- und Kontrollstrukturen analysieren
Du bildest Beziehungen zwischen Kunden, Gesellschaften und Zahlungsbeteiligten ab und ordnest ihnen die vorhandenen Belege zu. Die Übung trennt tatsächliche Kontrollinformationen von bloßen Namensverbindungen und untersucht den wirtschaftlichen Zusammenhang mehrerer aufeinanderfolgender Transaktionen.
Erklärungen und Quellen gegeneinander prüfen
Du vergleichst eine geschäftliche Erklärung mit entgegenstehenden Informationen und recherchierst geeignete amtliche Quellen sowie verfügbare Rechtsprechung. Dabei prüfst du, ob der Vergleichsfall sachlich passt und welche Annahmen für die Übertragung erst belegt werden müssten.
Eine begründete Gesamtposition formulieren
Du erstellst eine Stellungnahme, die Einzelergebnisse, Risikoannahmen und Meldefrage differenziert verbindet. Die Auswertung untersucht Gegenargumente, verbleibende Unsicherheit und mögliche Folgen für die laufende Überwachung; pauschale Gesamturteile werden durch nachvollziehbare Begründungen ersetzt.
Deine Lernziele
- Komplexe Zahlungswege und Kontrollverbindungen quellenbezogen darstellen.
- Geschäftliche Erklärung und belegte Tatsachen konsequent unterscheiden.
- Gegenargumente und passende Rechtsprechung auf Tragfähigkeit prüfen.
- Eine begrenzte Gesamtbewertung mit weiterem Klärungsbedarf formulieren.
Vom Wissen zur begründeten Falllösung.
Fiktiver Übungsfall · Banken
Plausibler Handel und nicht erklärte Umleitungen
Ein Firmenkunde begründet mehrstufige grenzüberschreitende Zahlungswege mit internationalem Warenhandel. Einige Lieferbelege passen, andere bleiben unklar; eine verbundene Gesellschaft tritt erst nachträglich auf. Entwickle Gegenpositionen, würdige die Unterlagen und begründe die vorläufige Gesamteinordnung einschließlich offener Melde- und Überwachungsfragen.
Im Mittelpunkt: Eine komplexe Kundenbeziehung mit konkurrierenden Erklärungen differenziert würdigen.
Deine Übung
Du verfasst eine Fallwürdigung und überarbeitest sie nach einer begründeten Gegenposition aus der Kundenbetreuung. Eine zusätzliche Unterlage prüft, welche Aussage deiner ersten Bewertung tatsächlich tragfähig bleibt.
Dein Arbeitsergebnis und Teilnahmenachweis
Eine differenzierte Gesamtwürdigung mit Zahlungsübersicht, Belegbewertung, Gegenposition und begründeten Aufgaben für die weitere Bearbeitung. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein als Teilnahme gekennzeichnetes Zertifikat und den Teilnahmebadge deiner Branche und Stufe.
Der Bezug zu deinem Arbeitsalltag
Du trainierst anspruchsvolle Abstimmungen über komplexe Kundenbeziehungen. Die Methode unterstützt eine transparente fachliche Diskussion und zeigt, welche Erkenntnisse eine veränderte Bewertung oder eine Anpassung der Überwachung begründen könnten.
Geplant: 5 Zeitstunden Schulung. Mit Raum für die Anwendung.
Die geplante reine Schulungszeit beträgt 300 Minuten. Sie umfasst Wissensvermittlung, Anwendung am Übungsfall und gemeinsame Auswertung. Pausen kommen hinzu. Die Angaben sind Planungswerte; den konkreten Ablauf stimmen wir vor der Schulung ab.
- Wissen & Einordnung
- 60 Minuten
- Übung & Anwendung
- 210 Minuten
- Auswertung & Transfer
- 30 Minuten
Wenn du die freiwillige Zusatzprüfung wählst, kommen 60 Minuten hinzu. Die geplante Gesamtzeit mit Prüfung beträgt dann 6 Zeitstunden, zuzüglich Pausen.
Du entscheidest, ob du zusätzlich eine Prüfung ablegst.
Die Schulung ist auch ohne zusätzliche Abschlussprüfung möglich. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein Teilnahmezertifikat und einen Teilnahmebadge. Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an der freiwilligen Zusatzprüfung voraus.
Prüfungsformat
Optionale Prüfung: Schriftliche Gesamtwürdigung eines neuen Bankfalls
Deine Prüfungsaufgabe
Du stellst zwei begründete Positionen gegenüber, belegst die maßgeblichen Aussagen und formulierst weiteren Klärungsbedarf für die Kundenbeziehung.
Darauf kommt es bei der Bewertung an
- Strukturen und Belege präzise ausgewertet
- Gegenposition und Quellen tragfähig gewürdigt
- Gesamtergebnis einschließlich Grenzen nachvollziehbar
Dokumentation der Prüfungsleistung
Nach bestandener optionaler Prüfung erhältst du einen gesondert als Prüfungsnachweis gekennzeichneten Erfolgsnachweis für diese Stufe.
Schulung mit Zusatzprüfung anfragenTeilnahme und Prüfungsleistung bleiben erkennbar.
Der persönliche Nachweis benennt ausdrücklich, ob die Teilnahme oder eine bestandene freiwillige Zusatzprüfung bestätigt wird. Die Badge-Grafik zeigt die Branche und Lernstufe; sie ist für sich allein kein Leistungsnachweis.
Informationen zur Zertifikat- und Badge-Prüfung →Rechtsgrundlagen und Fachquellen zu dieser Stufe
Die Schulung arbeitet mit den folgenden Quellen. Sie helfen dabei, die Entscheidungen im Übungsfall anhand der jeweils einschlägigen Regelung zu begründen.
- GwG – Verpflichtete: Kreditinstitute – § 2 Abs. 1 Nr. 1 GwG
- GwG – Wirtschaftlich Berechtigter – § 3 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht – § 8 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Allgemeine Sorgfaltspflichten – § 10 Abs. 1 bis 3a und 9 GwG; laufende Überwachung: Abs. 1 Nr. 5
- GwG – Verstärkte Sorgfaltspflichten – § 15 Abs. 1 bis 6 GwG
- GwG – Meldepflicht von Verpflichteten – § 43 Abs. 1 und 2 GwG
- GwG – Verbot der Informationsweitergabe – § 47 Abs. 1, 2, 4 und 5 GwG
- KWG – Interne Sicherungsmaßnahmen bei Instituten – § 25h Abs. 1 bis 3 KWG, insbesondere Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Sätze 1 und 2
Interesse an GwG für Banken: Komplexe Fallprüfung?
Dein Ansprechpartner für die Schulungsanfrage ist Timo Winkelbach. Du erreichst ihn per E-Mail an info@eu-aml.com oder über das vorausgefüllte Anfrageformular.
Schulungsanfrage vorbereitenReihe, Branche und Stufe werden übernommen. Die Anfrage ist unverbindlich.