GwG · Steuerberater · Stufe 2 von 5
GwG für Steuerberater: Fortgeschrittene
Fortgeschrittene: Buchungsunterlagen und Mandantenangaben abgleichen
Du vergleichst Mandatsangaben, Verträge, Rechnungen und verfügbare Zahlungsbelege. Du lernst, Unstimmigkeiten fachlich präzise zu beschreiben und geeignete nächste Prüfschritte aus den tatsächlich vorliegenden Mandatsunterlagen abzuleiten.
🇩🇪 Schulungsangebot für Deutschland
- Geplante Schulungszeit
- 3,5 Zeitstunden
- Zusatzprüfung
- Freiwillig · geplant +30 Minuten
- Nach Teilnahme
- Teilnahmezertifikat & Teilnahmebadge
Unverbindliche Anfrage an Timo Winkelbach. Die Zusatzprüfung wählst du nur auf Wunsch hinzu.
Passt diese Stufe zu dir?
Für wen ist die Schulung gedacht?
Für Steuerberater und erfahrene Sachbearbeiter, die laufende Buchhaltungs- oder Beratungsmandate betreuen.
Was solltest du mitbringen?
Kenntnisse der Mandantenaufnahme und allgemeinen Sorgfaltspflichten; Einführung oder entsprechendes Vorwissen.
Dein konkreter Mehrwert
Du vermeidest unspezifische Rückfragen und kannst dem zuständigen Steuerberater zeigen, an welcher Stelle Angaben auseinanderfallen. Dadurch werden Unterlagenanforderung, Risikoeinordnung und spätere Aktenfortführung besser nachvollziehbar.
Widersprüche erkennen und gezielt nachfragen
Das bearbeitest du in dieser Schulung.
Belege im Zusammenhang lesen
Du stellst Leistungsbeschreibung, Rechnungsaussteller, Buchungstext und Zahlungsempfänger nebeneinander. Ein strukturierter Vergleich zeigt, welche Abweichung lediglich unklar dokumentiert ist, welche Erklärung bereits belegt wird und welcher Punkt noch vertieft geklärt werden muss.
Mandantenstrukturen aktualisieren
Du arbeitest mit einer geänderten Gesellschafterliste und einer älteren Mandantenakte. Dabei prüfst du die Aktualität der Angaben, unterscheidest Eigentum und Kontrolle und formulierst einen begründeten Bedarf an zusätzlichen Informationen über die betreuten Gesellschaften.
Risiko und Rückfrage verbinden
Du vergleichst am Originaltext die Voraussetzungen allgemeiner, vereinfachter und verstärkter Sorgfaltspflichten. Für den Mandatsfall hältst du fest, welche Umstände die Einordnung stützen und wie sich der vorgeschlagene weitere Prüfungsumfang aus ihnen ergibt.
Deine Lernziele
- Vertrag, Rechnung, Buchung und Zahlung methodisch vergleichen.
- Gesicherte Erklärung und ungeklärten Widerspruch ausdrücklich trennen.
- Änderungen der Mandantenstruktur in der Akte nachvollziehen.
- Unterlagenbedarf und Risikoeinordnung fallbezogen begründen.
Vom Wissen zur begründeten Falllösung.
Fiktiver Übungsfall · Steuerberater
Beratungsvertrag mit abweichender Zahlung
Ein Mandant legt einen Beratungsvertrag und eine Rechnung mit unterschiedlichen Leistungsangaben vor. Der Zahlungseingang stammt von einer weiteren Gesellschaft. Vergleiche die Unterlagen, prüfe mögliche Verbindungen und begründe, welche Angaben für die fachliche Einordnung noch fehlen.
Im Mittelpunkt: Aus Mandats- und Buchungsunterlagen gezielte Rückfragen und Nachweise ableiten.
Deine Übung
Du erstellst aus mehreren widersprüchlichen Buchungsbelegen eine geordnete Klärungsliste. Anschließend überarbeitest du sie anhand einer nachgereichten Erklärung des fiktiven Mandanten.
Dein Arbeitsergebnis und Teilnahmenachweis
Ein Belegvergleich mit Quellenzuordnung, priorisierten Rückfragen und begründetem Bedarf an weiteren Nachweisen. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein als Teilnahme gekennzeichnetes Zertifikat und den Teilnahmebadge deiner Branche und Stufe.
Der Bezug zu deinem Arbeitsalltag
Die Methode unterstützt eine nachvollziehbare Bearbeitung unklarer Buchungssachverhalte. Du kannst Rückfragen, Mandantenantworten und verbleibende Bewertungspunkte so dokumentieren, dass andere Kanzleimitarbeiter den Vorgang weiterführen können.
Geplant: 3,5 Zeitstunden Schulung. Mit Raum für die Anwendung.
Die geplante reine Schulungszeit beträgt 210 Minuten. Sie umfasst Wissensvermittlung, Anwendung am Übungsfall und gemeinsame Auswertung. Pausen kommen hinzu. Die Angaben sind Planungswerte; den konkreten Ablauf stimmen wir vor der Schulung ab.
- Wissen & Einordnung
- 90 Minuten
- Übung & Anwendung
- 105 Minuten
- Auswertung & Transfer
- 15 Minuten
Wenn du die freiwillige Zusatzprüfung wählst, kommen 30 Minuten hinzu. Die geplante Gesamtzeit mit Prüfung beträgt dann 4 Zeitstunden, zuzüglich Pausen.
Du entscheidest, ob du zusätzlich eine Prüfung ablegst.
Die Schulung ist auch ohne zusätzliche Abschlussprüfung möglich. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein Teilnahmezertifikat und einen Teilnahmebadge. Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an der freiwilligen Zusatzprüfung voraus.
Prüfungsformat
Optionale Prüfung: Eigenständiger Belegvergleich mit Klärungsvermerk
Deine Prüfungsaufgabe
Du untersuchst einen neuen Unterlagensatz und begründest die Reihenfolge der Rückfragen sowie die Bedeutung der gefundenen Unterschiede.
Darauf kommt es bei der Bewertung an
- Belege vollständig miteinander abgeglichen
- Widersprüche ohne Vorverurteilung beschrieben
- Nachweise und Risikofragen konkret begründet
Dokumentation der Prüfungsleistung
Nach bestandener optionaler Prüfung erhältst du einen gesondert als Prüfungsnachweis gekennzeichneten Erfolgsnachweis für diese Stufe.
Schulung mit Zusatzprüfung anfragenTeilnahme und Prüfungsleistung bleiben erkennbar.
Der persönliche Nachweis benennt ausdrücklich, ob die Teilnahme oder eine bestandene freiwillige Zusatzprüfung bestätigt wird. Die Badge-Grafik zeigt die Branche und Lernstufe; sie ist für sich allein kein Leistungsnachweis.
Informationen zur Zertifikat- und Badge-Prüfung →Rechtsgrundlagen und Fachquellen zu dieser Stufe
Die Schulung arbeitet mit den folgenden Quellen. Sie helfen dabei, die Entscheidungen im Übungsfall anhand der jeweils einschlägigen Regelung zu begründen.
- GwG – Verpflichtete: Steuerberater – § 2 Abs. 1 Nr. 12 GwG
- GwG – Wirtschaftlich Berechtigter – § 3 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht – § 8 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Allgemeine Sorgfaltspflichten – § 10 Abs. 1 bis 3a und 9 GwG; laufende Überwachung: Abs. 1 Nr. 5
- GwG – Identifizierung; Erhebung von Angaben zum Zweck der Identifizierung – § 11 Abs. 1, 3 bis 6 GwG
- GwG – Überprüfung von Angaben zum Zweck der Identifizierung – § 12 Abs. 1, 2 und 4 GwG
- GwG – Vereinfachte Sorgfaltspflichten – § 14 Abs. 1 und 2 GwG
- GwG – Verstärkte Sorgfaltspflichten – § 15 Abs. 1 bis 6 GwG
- BStBK – Auslegungs- und Anwendungshinweise zum GwG, Stand 1. Januar 2026 – Rn. 1, 26–61, 74–156, 157–197 und 205–222; Beschluss vom 27. Januar 2026; zur Genehmigung durch die örtliche Steuerberaterkammer S. 1
Interesse an GwG für Steuerberater: Fortgeschrittene?
Dein Ansprechpartner für die Schulungsanfrage ist Timo Winkelbach. Du erreichst ihn per E-Mail an info@eu-aml.com oder über das vorausgefüllte Anfrageformular.
Schulungsanfrage vorbereitenReihe, Branche und Stufe werden übernommen. Die Anfrage ist unverbindlich.