AMLR · Banken · Stufe 2 von 5
AMLR für Banken: Fortgeschrittene
Firmenkunden und wirtschaftliche Eigentümer nach der AMLR vorbereitend prüfen
Du bearbeitest anspruchsvollere Firmenkundenstrukturen und vergleichst ausgewählte heutige Prüfschritte mit den künftigen AMLR-Anforderungen an Identifizierung, Eigentum und Kontrolle.
🇩🇪 Schulungsangebot für Deutschland
- Geplante Schulungszeit
- 3,5 Zeitstunden
- Zusatzprüfung
- Freiwillig · geplant +30 Minuten
- Nach Teilnahme
- Teilnahmezertifikat & Teilnahmebadge
Unverbindliche Anfrage an Timo Winkelbach. Die Zusatzprüfung wählst du nur auf Wunsch hinzu.
Passt diese Stufe zu dir?
Für wen ist die Schulung gedacht?
Mitarbeiter in Firmenkundenaufnahme, KYC, Marktfolge und Compliance mit praktischen Erfahrungen in der Kundenprüfung.
Was solltest du mitbringen?
Grundkenntnisse der Geldwäscheprävention und Sicherheit bei der Zuordnung von Kundenrollen; vergleichbare Berufserfahrung ermöglicht den Quereinstieg.
Dein konkreter Mehrwert
Du lernst, standardisierte Datensätze fachlich zu hinterfragen und mehrstufige Strukturen nachvollziehbar zu erklären. Das hilft, Nachforderungen an Firmenkunden präziser zu formulieren und Änderungen an Erfassungsmasken oder Prüflogiken mit konkreten Fällen zu begründen.
Fortgeschrittene · Identität, Beteiligung und Kontrollrechte zusammenführen
Das bearbeitest du in dieser Schulung.
Identitätsdaten und Vertretung belegen
Du prüfst, welche Nachweise eine juristische Person und ihren handelnden Vertreter betreffen. An ausgewählten AMLR-Vorschriften arbeitest du Datenumfang, Belegquelle und Überprüfungszeitpunkt heraus. Unvollständige oder abgelaufene Unterlagen werden als konkrete Bearbeitungsaufgaben dokumentiert.
Eigentum und Kontrolle im Firmenkundengeflecht prüfen
Du zeichnest mehrere Beteiligungsebenen und untersuchst besondere Entscheidungsrechte. Ein Fall mit genau 25 Prozent wird getrennt unter dem deutschen Ausgangsstand und dem künftigen AMLR-Maßstab bearbeitet. Dabei bleibt die Kontrollprüfung neben der rechnerischen Betrachtung sichtbar.
Quellenwidersprüche und Prüfhintergründe klären
Du vergleichst Registerangaben, Kundenerklärung und Gesellschaftsvertrag. Abweichungen werden nach Quelle und Datum geordnet. Ergänzend untersuchst du einen möglichen PEP-Hinweis, ohne einen Namensgleichlauf bereits als festgestellten Status oder als abschließende Risikoeinordnung zu behandeln.
Deine Lernziele
- Identität, Vertretung und Eigentum mit passenden Belegen verbinden.
- Beteiligungsrechnungen nachvollziehbar darstellen.
- Kontrollrechte unabhängig von einer Quote untersuchen.
- Registerabweichungen und mögliche PEP-Hinweise gezielt aufklären.
Vom Wissen zur begründeten Falllösung.
Fiktiver Übungsfall · Banken
Mehrere Beteiligungsketten und ein besonderer Zustimmungsvorbehalt
Ein Firmenkunde gehört zu einer Unternehmensgruppe. Anteile werden über zwei Wege gehalten; zusätzlich enthält der Gesellschaftsvertrag ein besonderes Zustimmungsrecht. Die Kundenerklärung nennt nur einen Eigentümer. Du vergleichst die Quellen und begründest den weiteren Prüfbedarf.
Im Mittelpunkt: Eigentum, anderweitige Kontrolle und Quellenkonsistenz.
Deine Übung
Du erhältst eine Firmenkundenakte mit mehreren Eigentümerpfaden und einem unvollständigen Vertretungsnachweis. Entwickle eine begründete Ergänzungsliste und erläutere, welche Information für die jeweilige Feststellung entscheidend ist.
Dein Arbeitsergebnis und Teilnahmenachweis
Eine nachvollziehbare Eigentümer- und Kontrollübersicht mit prüfbaren Quellen und priorisierten Nachforderungen.
Der Bezug zu deinem Arbeitsalltag
Die Struktur unterstützt fachliche Qualitätskontrollen und Gespräche mit dem Kundenbetreuer. Du kannst besser erklären, weshalb eine vollständig ausgefüllte Erfassungsmaske noch keine schlüssige Beurteilung einer komplexen Gesellschaft ersetzt.
Geplant: 3,5 Zeitstunden Schulung. Mit Raum für die Anwendung.
Die geplante reine Schulungszeit beträgt 210 Minuten. Sie umfasst Wissensvermittlung, Anwendung am Übungsfall und gemeinsame Auswertung. Pausen kommen hinzu. Die Angaben sind Planungswerte; den konkreten Ablauf stimmen wir vor der Schulung ab.
- Wissen & Einordnung
- 90 Minuten
- Übung & Anwendung
- 105 Minuten
- Auswertung & Transfer
- 15 Minuten
Wenn du die freiwillige Zusatzprüfung wählst, kommen 30 Minuten hinzu. Die geplante Gesamtzeit mit Prüfung beträgt dann 4 Zeitstunden, zuzüglich Pausen.
Du entscheidest, ob du zusätzlich eine Prüfung ablegst.
Die Schulung ist auch ohne zusätzliche Abschlussprüfung möglich. Nach absolvierter Schulung erhältst du ein Teilnahmezertifikat und einen Teilnahmebadge. Ein Nachweis über eine bestandene Prüfung setzt die erfolgreiche Teilnahme an der freiwilligen Zusatzprüfung voraus.
Prüfungsformat
Optionale Leistungsprüfung: Firmenkundenanalyse mit kurzer fachlicher Begründung.
Deine Prüfungsaufgabe
Bearbeite eine neue Beteiligungsstruktur, trenne die beiden Rechtsstände und erläutere offene Fragen. Die Auswertung betrachtet Rechenweg, Kontrollrechte und die Zuordnung der Nachweise zu den einzelnen Feststellungen.
Darauf kommt es bei der Bewertung an
- Struktur verständlich dargestellt
- Kontrollprüfung eigenständig
- Belege fachlich zugeordnet
Dokumentation der Prüfungsleistung
Die absolvierte Schulung wird mit Teilnahmezertifikat und Teilnahmebadge der Stufe 2 bestätigt. Bei bestandener freiwilliger Leistungsprüfung erhältst du zusätzlich einen Prüfungsnachweis.
Schulung mit Zusatzprüfung anfragenTeilnahme und Prüfungsleistung bleiben erkennbar.
Der persönliche Nachweis benennt ausdrücklich, ob die Teilnahme oder eine bestandene freiwillige Zusatzprüfung bestätigt wird. Die Badge-Grafik zeigt die Branche und Lernstufe; sie ist für sich allein kein Leistungsnachweis.
Informationen zur Zertifikat- und Badge-Prüfung →Rechtsgrundlagen und Fachquellen zu dieser Stufe
Die Schulung arbeitet mit den folgenden Quellen. Sie helfen dabei, die Entscheidungen im Übungsfall anhand der jeweils einschlägigen Regelung zu begründen.
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Inkrafttreten und Anwendung – Art. 90; zur Einordnung Erwägungsgründe 1 bis 4
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Identifizierung, Überprüfung und Zeitpunkt – Art. 22 Abs. 1, 6 und 7; Art. 23 Abs. 1 bis 3
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Meldung von Unstimmigkeiten gegenüber Zentralregistern – Art. 24 Abs. 1 bis 4
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Wirtschaftliches Eigentum durch Eigentumsbeteiligung und Kontrolle – Art. 51; Art. 52 Abs. 1; Art. 53 Abs. 1 bis 4; Art. 54
- Verordnung (EU) 2024/1624 – Politisch exponierte Personen – Art. 20 Abs. 1 Buchst. g; Art. 42 Abs. 1
- GwG – Wirtschaftlich Berechtigter – § 3 Abs. 1 bis 4 GwG
- GwG – Allgemeine Sorgfaltspflichten – § 10 Abs. 1 bis 3a und 9 GwG
Interesse an AMLR für Banken: Fortgeschrittene?
Dein Ansprechpartner für die Schulungsanfrage ist Timo Winkelbach. Du erreichst ihn per E-Mail an info@eu-aml.com oder über das vorausgefüllte Anfrageformular.
Schulungsanfrage vorbereitenReihe, Branche und Stufe werden übernommen. Die Anfrage ist unverbindlich.